Eventuell hat man den Wunsch, für das eigentliche Aventurin{e}-System (Master-Node) und die virtualisierten Server (VPS) verschiedene Plattensysteme zu verwenden. Dies kann Kapazitäts-, aber auch Performance- oder Sicherheits-Gründe haben. Es werden also wenigstens 2 Platten oder Plattensysteme/RAIDs benötigt.
How-to: Einbinden eines eigenen Plattensystems für die VPS bei Aventurin{e}
Eventuell hat man den Wunsch, für das eigentliche Aventurin{e}-System (Master-Node) und die virtualisierten Server (VPS) verschiedene Plattensysteme zu verwenden. Dies kann Kapazitäts-, aber auch Performance- oder Sicherheits-Gründe haben.
Es werden also wenigstens 2 Platten oder Plattensysteme/RAIDs benötigt.
Die eingerichteten VPSse liegen standardmässig in /vz/private/ in eigenen durchnummerierten Unterverzeichnissen (1,2,3, ..).
Die Templates, aus denen die virtualisierten Server „gebacken“ werden, liegen in
/vz/template/cache/ . Beides führt eventuell dazu, dass in der Standardeinrichtung für /vz zuwenig Plattenspeicher zur Verfügung steht.
Wenn dieses Problem beseitigt werden soll, kann dieses How-To eventuell eine Hilfestellung sein.
Es wird davon ausgegangen, dass noch keine VPSse angelegt wurden und für /vz ein eigenes Plattensystem vorhanden ist. Alle Kommandozeilen-Aktionen werden als root ausgeführt.
1. komplette Sicherung des Verzeichnisses /vz nach z.B. /fauzet:
cp -r -f /vz/* /fauzet/
2. das zusätzliche Device einbinden:
Server mit konnektiertem zusätzlichen Plattensystem neu starten, in /dev sollte nun ein weiteres Device, z.B. sdb, erkennbar sein (ls /dev/sd*).
Nun muss das neue, zusätzliche Plattensystem formatiert und dann gemountet werden.
Zum formatieren z. B. mit dem ext3-Dateisystem:
mkfs.ext3 /dev/sdb
(falls sdb das neue Plattensystem ist).
Das formatierte Device muss nun eingebunden, gemountet werden:
mount /dev/sdb /vz
Ein df -h sollte z. B. anzeigen: /dev/sdb 1.4T 541M 1.3T 1% /vz, was sagt, dass das Device /dev/sdb mit der Grösse von 1,4 Terabyte als /vz gemountet ist.
Um dies auch nach dem nächsten Reboot zur Verfügung zu haben, muss die /etc/fstab editiert werden:
nano /etc/fstab
Diese Zeile sollte hinzugefügt werden:
/dev/sdb /vz ext3 defaults 1 2
Das bedeutet, dass das Device /dev/sdb als /vz mit dem Filesystem ext3 bei jedem Boot in den Voreinstellungen (u.a. schreib- und lesbar) gemountet wird.
3. Nach einem Reboot sollte /vz/ leer, eventuell mit dem Unterverzeichnis lost+found vorhanden sein. In der GUI lässt sich nun kein VPS anlegen, da keine Templates am erwarteten Ort vorhanden sind.
Die vorher nach /fauzet gesicherten Inhalte von /vz werden nun wieder nach /vz kopiert:
cp -r -v /fauzet/* /vz/
Nun muss der CCE-Dämon neu gestartet werden:
/etc/rc.d/init.d/cced.init restart
Nun können in der GUI auch wieder VPSe angelegt werden.
